30.07.2010 | Regierender muss eigene Widersprüche auflösen
<< ZURÜCK
Henkel: Ist Wowereits Vorstoß zu geschlossenen Heimen wieder heiße Luft?
Das Problem ist, dass Herr Wowereit offenbar selbst nicht weiß, was er will. Am 19. Januar 2008 erklärte er in einem Tagesspiegel-Interview zur Frage geschlossener Heime, wir bräuchten ‚keine neuen Gesetze.’ Gestern ließ der Regierende Bürgermeister hingegen verlauten, seine Forderung sei auf der bisherigen Rechtsgrundlage nicht umzusetzen. Herr Wowereit dreht sein Fähnchen nach dem Wind, ohne dass sich der Umgang mit kriminellen Kindern in Berlin verbessert. Vielleicht sollte er erst einmal seine eigenen Widersprüche auflösen.
Wir halten die Möglichkeit zur Unterbringung von schwer kriminellen Kindern in geschlossenen Heimen weiterhin für richtig. Sollte Herr Wowereit irgendwann wissen, was genau er eigentlich ändern möchte, sind wir grundsätzlich zu Gesprächen bereit. Wir haben aber wenig Hoffnung, dass sich etwas ändert. Dazu sind die Menschen von diesem Regierenden Bürgermeister schon zu oft enttäuscht worden."
Mehr zu ähnlichen Themen:
- Bildungs-Chip entlässt die Länder nicht aus der Verantwortung
- Buschkowsky sollte nicht beleidigt sein, sondern Einfluss nehmen
- Probleme mit kriminellen Kindern nicht wieder zerreden
- Wowereit zwischen Stadtschloss und Grillplatz
- CDU-Fraktion fordert von Wowereit eine Entscheidung zum Kulturhaus Tacheles




